SPD Tröstau gedenkt spontan der Wiedervereinigung

Veröffentlicht am 06.10.2020 in Kommunalpolitik

Nachdem die offizielle Gedenkveranstaltung in Tröstau von der Gemeinde aus Coronagründen kurzfristig abgesagt wurde, hat sich die Tröstauer SPD spontan entschieden, im kleinen Kreis und unter Einhaltung aller Bestimmungen der Wiedervereinigung zu gedenken.

Sie knüpft damit an eine seit 1990 ununterbrochene, von Altbürgermeister Heinz Martin eingeführte, Tradition an, alljährlich an dieses epochale Ereignis zu erinnern.

Im Beisein der Landtagsabgeordneten Inge Aures betonte der Bezirksvorsitzende Jörg Nürnberger, wie wichtig es sei, sich die Situation von 1989/90 immer wieder vor Augen zu führen. Im Frühjahr ahnte noch niemand, dass sich die seit Jahrzehnten bestehende Teilung der Welt in zwei befeindete Blöcke in Ost und West überwinden ließe.

Die Demokratiebewegung in den Ostblockstaaten und der DDR habe es in weniger als einem Jahr erreicht, dass die Mauer gefallen und der Eiserne Vorhang beseitigt worden sei. Solidarität und Mut spielten dabei eine wichtige Rolle.

Noch einmal ein Jahr später hatte Deutschland seine staatliche Einheit wiederhergestellt.

Ganz besonders wichtig sei dabei die Einbindung Deutschlands in die Europäische Union gewesen, die es unseren Nachbarn erleichtert hat, der Wiedervereinigung zuzustimmen.

Die europäische Einigung sei ein Garant für ein friedliches Zusammenleben der Völker in Europa, was gerade in Zeiten, wo im In- und Ausland Kräfte der Spaltung und der Zwietracht am Werke seien, immer wieder in Erinnerung gerufen werden muss, so Nürnberger weiter.

Er sei daher froh und glücklich, dass wir gerade in schwierigen Zeiten in einem friedlichen und trotz aller Differenzen mit manchen Staaten in einem geeinten Europa leben würden.

Inge Aures fügte hinzu, dass sie sich an die Euphorie der Jahre 1989/90 erinnern, beginnend mit der Begrüßung der Menschen aus Sachsen und Thüringen auf der Autobahnbrücke bei Gefrees und weiter mit dem Zusammentreffen mit vielen Verwandten und Bekannten aus der dann bald „früheren DDR“. Auch sie freue sich jedes Jahr wieder über den Fall der Grenzen und die Wiedervereinigung und komme daher gerne nach Tröstau.

Die SPD Tröstau wird auch in Zukunft an dieser Veranstaltung festhalten, die in diesem Umfang auch in Coronazeiten ohne weiters möglich ist.

 

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