Anke Günßler berichtet von der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 25.04.2023

Veröffentlicht am 26.04.2023 in Kommunalpolitik

Bauleitplanung der Gemeinde Tröstau; Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Tröstau und Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans "Sondergebiet Photovoltaik - Solarpark Vierst" gem. § 12 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) im Parallelverfahren gem. § 8 Abs. 3 BauGB; Fassung des Einleitungsbeschlusses

Die erste Hürde des Solarparks Vierst ist genommen und dem Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplanes wurde einstimmig zugestimmt. Als nächste Schritte folgen Gutachten, Planung, weitere Anträge, Kommunikation usw. Es wird noch ein langer Weg.

Herr Philipp, der Projektleiter der Firma Münch-Energie, mit der das interkommunale Unternehmen Zukunftsenergie Nordostbayern (Zenob) eng zusammenarbeitet, stellte das Konzept für PV-Anlagen und das Projekt vor. Herr Philipp betonte, dass er Planungspartner für dieses Projekt sei und dieses Projekt betreuen würde.

Der Solarpark ist auf landwirtschaftlichen Flächen nördlich von Vierst geplant. Die Laufzeit beträge 30 Jahre und der Bau würde ca 3 Monate dauern mit geplanter Fertigstellung im Frühjahr 2025. Für den Anschluss und den Netzausbau wäre zusammen mit SWW Wunsiedel eine Lösung gefunden.

Die Mehrheit der Einwohner in Vierst sind, laut Anwesenden in der Sitzung, für den Solarpark. Es gibt aber auch Gegenstimmen, die wirtschaftliche Einbußen befürchten. Der Verlust von landwirtschaftlichen Flächen wurde ebenfalls bemängeln. Es wurde auch kritisiert, warum nicht zuerst Dachflächen großer Firmen, Parkhäuser etc. für PV Anlagen benutzt werden, anstatt zuerst Grünflächen herzunehmen.

Der Solarpark Vierst bietet, laut Herrn Philipp, den Grundbesitzern ein Geschäftsmodel mit doppelter Nutzung: Energieerzeugung und Landwirtschaft. So könnten zwischen den Modulen Hühner, Gänse und Schafe gehalten werden, Bienenstöcke aufgestellt oder Blühwiesen für Insekten angelegt werden. Platz für Feldvögel würde auch geschaffen. Ausserdem würden Wildtierkorridore geschaffen und im "Einklang mit der Natur" gebaut. Der Solarpark würde von einem 10m breiten Eingrünungsstreifen umrandet, um möglichst wenig aufzufallen.

Natürlich biete dieser Solarpark auch wirtschaftliche Anreize für die Gemeinde Tröstau und deren Bürger, z.B Gewerbesteuer, Gewinnbeteiligung, Bürgerbeteiligung. Für die Region würden Arbeitsplätze und günstigerer Strom für Gewerbe und Privathaushalte erwartet.

Wer mehr über Zenob wissen möchte - siehe link https://www.zenob.de/

#SPDTröstau #Tröstau

 

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